Bis 2. Mai 2021   Drachen aus goldenen Fäden   Deutsches Textilmuseum   Andreasmarkt 8, 47809 Krefeld   | Kostenfrei | – Aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen in Nordrhein-Westfalen bleibt das Museum ab Montag, 2.11.2020 für die kommenden vier Wochen geschlossen – Am Sonntag, den 1. November 2020 eröffnete das Deutsche Textilmuseum die Ausstellung Drachen aus goldenen Fäden. Der Kontrast könnte nicht größer ausfallen: einerseits farbenprächtige kaiserliche Üppigkeit mit viel Gold, anderseits monochrome kommunistische Schlichtheit. Kurator Walter Bruno Brix vereint diese Gegensätze in der Ausstellung. Aus dem umfangreichen China-Bestand des Hauses hat er circa 100 Textilien und Gewänder ausgewählt. Sein Schwerpunkt wird zwar auf den kulturhistorisch wertvollen Kaisergewändern, Priesterroben, Hochzeitstrachten allesamt mit Drachenmotiven liegen. Seinen Blick richtet er jedoch ebenso auf zeitgenössische Textilien. Der Bestand konnte dank der Unterstützung durch die Sparkassen-Kulturstiftung Krefeld erstmals wissenschaftlich bearbeitet und in einem umfangreichen Katalog publiziert sowie der Öffentlichkeit gezeigt werden.
Der Entstehungszeitraum der Textilien und Gewänder reicht von der Yuan-Dynastie (1279 – 1368) bis zur Volksrepublik China (seit 1949): Neben Fragmenten bilden zahlreiche Kleidungsstücke der Mandschuren sowohl für Frauen als auch für Männer sowie Gewänder für Han-chinesische Frauen einen Schwerpunkt der Schau. Als besondere Objekte sind Fragmente eines kaiserlichen Gewands aus dem 18. Jahrhunderts, ein Gewand mit Drachenmedaillons für eine adlige Dame in Schlitzwirkerei, zwei übergroße Gewänder für Götterstatuen, ein imperiales Totentuch, ein großes Fragment von einem Palastteppich aus Seidensamt sowie ein sogenannter Mao-Anzug der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu nennen. Die Vielfältigkeit der verschiedenen textilen Techniken (Weberei, Schlitzwirkerei, Stickerei) wird anschaulich präsentiert und in einem reich bebilderten, von Walter Bruno Brix verfassten Katalog ausführlich erläutert.
Walter Bruno Brix widmet sich seit 2017 der erstmaligen Erforschung und umfassenden Dokumentation des ostasiatischen Bestands am Deutschen Textilmuseum. Wegen des gewaltigen Umfangs entschied er sich für die Ausstellung und die Publikation, sich auf den chinesischen Teil zu konzentrieren. Als freischaffender Wissenschaftler und weltweit anerkannter Asien-Experte kennt er die Depotinhalte von diversen Museen, veröffentlichte zahlreiche Publikationen und kuratierte Ausstellungen. 

Es wird keine Eröffnungsveranstaltung geben. Der Eintritt ist an diesem Tag für alle Besucher frei. Aus konservatorischen Gründen herrschen im Ausstellungsraum lediglich 18 Grad Celsius.

Ein Film über die Entstehung der Ausstellung ist ab Sonntag, 1. November auf dem   YouTube-Kanal   der Stadt Krefeld sowie unter   Deutsches Textilmuseum   zu finden.

Die Ausstellung ist vom 1.11.2020 – 2.5.2021 zu den Öffnungszeiten des Deutschen Textilmuseums zu besichtigen

Hygienekonzept: Ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Das Tragen von Masken ist Pflicht. Es werden nicht mehr als 15 Personen im Ausstellungsbereich zugelassen. 

Veranstalter: Deutsches Textilmuseum