Bis 31.Oktober 2021   Ausstellung   Rheinische Wunder. Wie die Nachkriegskunst in die Museen gelangte   Projekt MIK   Krefeld Pavillon (T.Schütte)   Kaiserpark / Wilhelmshofallee, 47800 Krefeld – Am Sonntag, 12. September eröffnete Oberbürgermeister Frank Meyer im Krefeld Pavillon eine Ausstellung zur – Avantgarde im Rheinland: Als Krefeld der Nabel der Kunstwelt war – veranstaltet vom Projekt MIK unter dem Titel Rheinische Wunder. Wie die Nachkriegskunst in die Museen gelangte. Das Herzstück dieser Präsentation – gefördert von der Stadt Krefeld und der Kulturstiftung der Sparkasse, ist ein rund 80-minütiger Film von Christiane Lange, der Vorsitzenden von Projekt MIK, und dem Fernsehjournalisten Helge Drafz. Die beiden haben historische Filmberichte über den damaligen Kunst-Hotspot Krefeld zusammengetragen und mit zahlreichen Zeitzeugen über jene Tage gesprochen. Daraus ergeben sich faszinierende Einblicke in eine Phase, als das Rheinland der Nabel der Kunstwelt war. Wer sich für die europäisch-amerikanische Avantgarde interessierte, schaute nicht nach Berlin, München oder Hamburg, sondern nach Krefeld, sagt Christiane Lange. Diese Entwicklung ist vor allem mit zwei Namen verbunden: Paul Wember, der erste Direktor der Krefelder Kunstmuseen nach dem Krieg, und sein langjähriger Vize Johannes Cladders, der erst in Krefeld wirkte und dann ab 1968 das Museum in Mönchengladbach für die Gegenwartskunst öffnete.

Die Ausstellung ist vom 12.9. – 31.10.2021 zu den Öffnungszeiten:   mittwochs-samstags   12.00-18.00 Uhr   zu besichtigen.

Nach der Ausstellung über die Rolle der Krefelder Seidenindustrie in der Bauhaus- Bewegung (2019) und der Schau mit Arbeiten von Thomas Schütte (2020) sieht Christiane Lange in der jetzigen Präsentation den Abschluss einer Trilogie. Die Vereinsvorsitzende gibt offen zu, dass das Projekt MIK für diese Schau seinen eigentlichen Forschungsbereich verlassen habe. Doch das stimmt nur auf den ersten Blick: Die Dokumentation des Rheinischen Wunders, das sich nach 1945 hier ereignete, lässt sich auch als Fortschreibung einer Stadtgeschichte lesen, die Krefeld einen festen Platz in der Kunstwelt des 20. Jahrhunderts zuweist.

Weitere Informationen zu der Ausstellung unter Rheinische Wunder. Wie die Nachkriegskunst in die Museen gelangte

Die begehbare hölzerne Skulptur des Düsseldorfer Künstlers Thomas Schütte, die zum Bauhaus-Jahr 2019 errichtet worden war, sollte ursprünglich nur zwei Jahre stehenbleiben. Doch auf Initiative von Oberbürgermeister Frank Meyer wird der Verein Projekt MIK den Bau nun bis zum Stadtjubiläum 2023 bespielen und Krefelds Geschichte kulturhistorisch noch weitergehend erforschen und dokumentieren.

Veranstalter Projekt MIK