Der neue Lyrik Band Fensterschau – dessen Publikation auf der von der Kunststiftung NRW geförderten Lyrikreihe 1 Gedicht beruht, wurde im Niederrheinischen Literaturhaus vorgestellt.Lyrik hat die Fähigkeit, ans Herz zu fassen, meint der Düsseldorfer Georg Aehling, ein leidenschaftlicher Verleger von Lyrik, der in seiner Edition Virgines in den vergangenen 20 Jahren über 50 Bände veröffentlichte. Seine neueste Publikation trägt den Titel Fensterschau und ist eine Zusammenstellung aus 26 Gedichten und deren Interpretationen des Krefelder Literaturkritikers Henning Heske, der u. a. im Niederrheinischen Literaturhaus in Krefeld die Reihe 1 Gedicht leitet. So beruht auch gut die Hälfte der in Fensterschau publizierten Beiträge auf dieser Veranstaltung, die seit 2013 regelmäßig, mindestens zweimal jährlich im Niederrheinischen Literaturhaus Krefeld an der Gutenbergstraße stattfindet. Dort stellt Heske die Veröffentlichungen und die Biographie eines zeitgenössischen Lyrikers vor, der an dem Abend auch Werke vorträgt. Wir haben in der Regel drei Lesesequenzen. Im Zentrum des Abends steht ein Gedicht. Zu dem Gedicht lege ich eine Lesart vor, berichtet Heske. Lesart, so bezeichnet Heske seine spezielle Form der Interpretation, der Auseinandersetzung mit dem Werk, an das sich ein Gespräch mit dem Publikum, nicht selten mit einer intensiven Vertiefung des Gehörten, anschließt. Immer wieder kam die Frage auf, ob die Lesarten selbst in einem Buch nachzulesen seien. Mit Fensterschau ist diese Nachfrage nun beantwortet und laut Verleger Aehling eine Lücke zwischen Lyrikproduktion und Lyrikkonsumenten geschlossen worden.
Weil die Kunststiftung NRW den Druck der 500 Exemplare unterstützt hat, ergab sich eine Konzentration auf 21 Autoren mit einem Bezug zum Bundesland. Alle, die im Niederrheinischen Literaturhaus waren, sind auch in dem Band vertreten, sagt Heske. Darüber hinaus fügte er Beiträge aus seinem Konvolut hinzu, die vornehmlich in der von Marcel Reich-Ranicki begründeten Frankfurter Anthologie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, an der Heske (*1960) seit 2001 mitarbeitet, erschienen sind.

Die FensterschauGedichtinterpretationen nordrhein-westfälischer Autorinnen und Autoren, mit einer Umschlaggestaltung von Gesine Lersch-van der Grinten ist ab sofort im Buchhandel erhältlich und wurde im Literatursalon NRW der Leipziger Buchmesse dem Publikum vorgestellt.

Das Niederrheinische Literaturhaus ist Teil des Kulturbüro der Stadt Krefeld.