Haus der Seidenkultur in Krefeld im EU-Digitalisierungsprojekt »Mingei« | – Das Haus der Seidenkultur in Krefeld wurde als einziges Museum in Europa in das EU-Digitalisierungsprojekt »Mingei« aufgenommen, das sich der Darstellung und Bewahrung ehemaliger Handwerke widmet. Das japanische Wort »Mingei« bedeutet »Kunst von Menschen für Menschen«. Mit dem Projekt soll die Möglichkeit geschaffen werden, materielle und immaterielle Aspekte des Handwerks als kulturelles Erbe zu bewahren und zugänglich zu machen. Dazu zählen einerseits die Handwerksgegenstände, Materialien und Werkzeuge sowie andererseits die Geschicklichkeit, das Know-how und der Einsatz von Werkzeugen.
Eine EU-Delegation besuchte nun das Haus der Seidenkultur an der Luisenstraße, wo mit der Digitalisierung alten Handwerks begonnen wurde. Patroneur Dieter Blatt schlüpfte dazu in einen 30 000 Euro teuren Spezialanzug, der seine Bewegungen als Musterzeichner, Patroneur, Kartenschläger und die Abläufe im Websaal in den Computer übertrug. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms »Horizon« finanziert.