Der UNESCO-Welterbe-Antrag, der Antrag für den Niedergermanischen Limes, in dem das Krefelder Römer-Kastell Gelduba als Teil der sechsten Welterbe-Stätte in NRW sich wiederfinden soll, wird Anfang 2020 eingereicht. – Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, und die Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland, Ulrike Lubek, sowie weitere Vertreter des Ministeriums, LVR und der Deutschen Limeskommission haben im Archäologischen Park in Xanten Vertretern der beteiligten Kommunen den aktuellen Stand für das weitere Bewerbungsverfahren zum UNESCO-Welterbe-Antrag Niedergermanischer Limes vorgestellt. Die einstige Grenze zwischen dem Römischen Reich und dem Gebiet der germanischen Stämme soll im Sommer 2021 als Welterbe anerkannt werden. Unter den in Nordrhein-Westfalen einzutragenden Römer Stätten nimmt das Lager von Krefeld-Gellep eine Schlüsselposition ein. Es bestand vom ersten bis fünften Jahrhundert nach Christus fast ununterbrochen an derselben Stelle. Die Einreichung ist für Januar 2020 bei der UNESCO in Paris geplant. Neben dem Kölner Dom, der Zeche Zollverein und anderen Orten wäre der Niedergermanische Limes die sechste UNESCO-Welterbe-Stätte in Nordrhein-Westfalen.

Das Welterbe-Projekt Die Grenzen des Römischen Reiches umfasst die Grenzlinie und Militäreinrichtungen zur Zeit der Blüte des Römischen Reiches, etwa in der Zeit von 100 bis 200 nach Christus. Als Welterbe-Stätten werden die Plätze am Niedergermanischen Limes zukünftig für alle Bürgerinnen und Bürger und für die Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht. Sie sind wichtige Orte regionaler Identität, so Scharrenbach. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, das kulturelle Erbe im Rheinland den Bürgern nahezubringen, fügt Lubek hinzu. Das Archäologische Museum Krefeld, Teil des Museumszentrum Burg Linn bereitet sich bereits seit einigen Jahren durch Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Bildungsprojekte auf die Bewerbung als UNESCO-Welterbe-Stätte vor. So ist im Archäologischen Museum Krefeld nach der Anerkennung ein Themenschwerpunkt Migration und Mobilität vorgesehen.