Das Stadtarchiv Krefeld sichtet zurzeit seine historischen Filme. Der Bestand soll nach Möglichkeit erweitert werden. Deshalb bittet Stadtarchivleiter Dr. Olaf Richter die Krefelder, auf ihren Dachböden und in ihren Schränken nach Filmaufnahmen mit einem Krefeldbezug zu schauen – auch jüngeren Datums. »Wir würden solche Filme hier gerne sichten und schauen, ob sie einen historischen Wert haben«, meint Richter. Diese könnten dann auch digitalisiert und in den Bestand aufgenommen werden. Ebenso fehlen dem Archiv Abspielgeräte für einen 9,5-Millimeter-Film sowie für Videoaufnahmen im Beta-Format. Der Filmbestand des Archivs umfasst rund 600 Objekte von 1906 bis in die Gegenwart. Die Filmgrößen reichen von 8 bis 35 Millimeter und diversen Videoformaten. Die Filmaufnahmen müssen wie andere historische Dokumente quellenkritisch bearbeitet und in den Kontext mit anderem Quellen gesetzt werden. Filme werden in Archiven erst seit den 1920er-Jahren als historische Quelle ernst genommen, vor allem für die Alltagsgeschichte. Anders als schriftliche Quellen geben die Filme auch eine Atmosphäre, eine Stimmung wieder, zeigen Stadtansichten, Produktionen, Mode und vieles mehr.

Eine Kontaktmöglichkeit besteht unter: Stadtarchiv Krefeld