Mit einem neuen Ausstellungsprojekt für Anfang 2021 setzt das Museum Burg Linn auf imposante Nachbildungen von Rüstungen und Waffen – Eine entsprechende Neugestaltung der Räume haben Museumschefin Jennifer Morscheiser und ihr Kurator Boris Schuffels jetzt angekündigt. Die geplante Veränderung in Burg Linn beschränkt sich nicht nur auf die sogenannten Renaissance- und Barock-Säle, sondern mittelfristig sollen alle Bereiche der Burganlage einen Wandel durchlaufen. Die Fertigstellung des ersten Umbaus ist für Anfang 2021 geplant – als Nächstes werden nach dem gleichen Grundkonzept der Bergfried und der Burghof umgestaltet. Konkret soll es bei der neu konzipierten Ausstellung um die Geschichte des Rittertums und des Burgenbaus gehen. Dazu wird die Dauerleihgabe eines Kölner Sammlers genutzt, der unlängst 38 aufwändige Repliken von Ritterrüstungen und eine große Menge an Waffen dem Museum vermachte. Im anderen Raum soll unter den 4,50 Meter hohen Decken sogar ein Pferd mit bewaffnetem Reiter Platz finden. Anhand dieser Nachbildungen wird die Entwicklung des Rittertums seit dem 10. Jahrhundert nachgezeichnet. Daneben werden weiterhin authentische Funde aus der Region in Schaukästen zu sehen sein.
Die neue optische Gestaltung und den modernen Look der Ausstellung haben zwei Studenten der Medieninformatik von der Hochschule Rhein-Waal konzipiert: Felix Groß und Patrick Binzenhöfer haben dafür ein ausgiebiges Praktikum auf der Burg absolviert, welches von der Bürgerstiftung Krefeld mit einem Stipendium finanziert wurde. Beide, sowie auch der Kurator Schuffels stehen nun vor der schwierigen Aufgabe, Geschichte spannend zu erzählen, den Besucher*innen auf lebendige Weise die Welt der Ritter zu vermitteln, ohne dabei die Einschränkungen der Corona-Epidemie außer Acht zu lassen.

Sigrid Augustin und Monika Klingen von der Bürgerstiftung Krefeld freuen sich über die erstmalige Zusammenarbeit in der Geschichte der Stiftung mit dem Museum Burg Linn. Dafür sei Geld eingesetzt worden, welches für die beliebten Sprachreisen-Stipendien bereitstand, die in diesem Jahr wegen der Corona-Epidemie nicht stattfinden konnten.