Neue Hörbuchfassung   Mein himmelblaues Akkordeon   Werner Heymann   Online   YouTube-Kanal   Stadt Krefeld –  Die Angerhausenstraße ist eine Verbindung zwischen König- und Hochstraße in der Krefelder Innenstadt – eine kleine Gasse mit einigen Geschäften, gekreuzt von der Mennoniten-Kirch-Straße, die heute mehr einem Hinterhof gleicht. Bevor die Bomben in einer Juni-Nacht 1943 diesen Teil der Krefelder Altstadt für immer zerstörten, pochte dort das Leben. Damals hieß diese Straße noch Burgstraße und in der Nummer 14 lebte der im März 1924 in Krefeld geborene Werner Heymann. Der Mundart sprechende Junge wurde in der NS-Zeit schikaniert, weil er jüdische Eltern hatte. Als er während des Krieges in einer Eisenbahn ohne Judenstern angetroffen wurde – ein doppelter Verstoß gegen die damals einschlägigen Bestimmungen – deportierten die Nationalsozialisten ihn und seine Mutter in die Konzentrationslager Theresienstadt und nach Auschwitz. Der Krefelder überlebte auf tragisch-abenteuerliche Weise beides, sowohl die Konzentrationslager als auch den Krieg und schrieb seine Lebenserinnerungen, die in dem Buch Mein himmelblaues Akkordeon veröffentlicht wurden, nieder.
Nun kann auf einige Kapitel dieser Lebenserinnerungen – in Zusammenarbeit von Dr. Gabriele König, Kulturbeauftragte der Stadt Krefeld, Sandra Franz, Leiterin der NS-Dokumentationsstelle, Stefan Kronsbein als Verleger des Buches sowie Michael Rotthoff, Kulturstiftung der Sparkasse Krefeld entstanden, auf dem YouTube-Kanal der Stadt Krefeld als neue Hörfassung zugegriffen werden.

Auf den ersten Teil – Kapitel 1, gelesen von OB Frank Meyer, folgen weitere. So werden insgesamt sechs der 25 Kapitel nach und nach online gestellt.