19. Januar bis 10. März 2024

»Intervals« – Neue Arbeiten der Künstlerin Sybille Gröne // Krefelder Kunstverein // Eintritt frei // Wenn die Künstlerin Sybille Gröne über ihre Werke spricht, berichtet sie von Entstehungsprozessen und von abgeschlossenen Epochen. Ihr künstlerischer Schaffensprozess ist ein fortwährender Prozess, aus einem endenden entwickelt sich immer wieder ein neuer. Das spiegelt auch der Titel ihrer aktuellen Ausstellung »Intervals« im Krefelder Kunstverein wider. Insofern taucht der Besucher mitten in diesen fließenden Prozess ein. Und so sollte ein Rundgang in der oberen Etage des Kunstvereins beginnen. Denn dort hängen ältere Arbeiten, die sich noch mit dem Zerfall und der Korrosion beschäftigten. Hier initiierte Gröne die Ausgangssituation und steuerte den Prozess, wobei sie jedoch der Natur beziehungsweise chemischen Reaktionen einen Teil des kreativen Handelns übertrug.

Im Haus am Westwall sind aber mehrheitlich Werke der nachfolgenden aktuellen Schaffensepoche zu sehen: Eine minimalistische Malerei prägen Grönes neuere Bilder. Die im Kunstverein ausgestellten Arbeiten stammen meist aus Serien der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart. Sie entstanden und entstehen wiederum in einem mehrstufigen Prozess, den sie aber nun in eigenen Handlungen umsetzt. Das Sammeln und Herstellen der Farben zählt schon vor der Bildentstehung zu diesem Entwicklungsprozess. Mineralische Pigmente, Erden und Steine, zum Teil von Reisen mitgebracht, bilden dabei eine unsichtbare geschichtliche Ebene. Die hergestellten Pigmente aus unterschiedlichen Materialien werden in einen festen, saugstarken Karton eingerieben. »Zum anderen rührt Gröne mit Kohlenstaub und oder anderen Farbpigmenten eine dünne ölhaltige Lasur an, die sie mit einem Rakel über die Fläche zieht und dabei auch die unterliegende, eingeriebene Farbe fixiert«, so Thomas Janzen von den Kunstmuseen Krefeld. Durchscheinende Farbaufstriche überlagern sich, laufen ineinander, bilden optisch irritierende Strukturen. Vertikale breite Pinselstriche, fein pulverisierte Kohle und Pigmente werden mit Öl zu einer lasierenden Farbsubstanz, die sich erst beim Auftragen mit darunterliegenden Pigment-, Kreide- oder Ascheschichten verbinden. Ein Ende dieser Schaffensepoche deute sich noch nicht an, so Gröne. 

Ausstellungsdauer: 19. Januar – 10. März 2024
Öffnungszeiten: mittwochs – freitags 10.00 – 13.00 Uhr // sonntags 11.00 – 13.00 Uhr
Finissage: 10. März // 11.00 – 13.00 Uhr

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