Anträge bis 10.11.2021 – Kulturhilfsfonds stellt 150.000 € für den Erhalt bestehender Einrichtungen und Programme der freien Szene bereit – Veranstaltungen sollen sich bevorzugt an junge Erwachsene richten – Der Krefelder Kulturhilfsfonds, der sich seit Herbst 2020 als wirksames Instrument erwiesen hat, um die schwerwiegenden Folgen der Corona-Krise für die freie Kunst- und Kulturszene abzumildern, wird nach Beschluss des Stadtrates in etwas modifizierter Form erneut angeboten.

Anträge sind bis zum 10.11.2021 zu richten an   kulturfonds[at]krefeld.de  oder postalisch an   Kulturbüro der Stadt Krefeld, Friedrich-Ebert-Straße 42, 47799 Krefeld

Antragsformulare sind zu finden unter   Stadt Krefeld 

Die neue Richtlinie zum Kulturhilfsfonds, die nun zeitnah im Amtsblatt veröffentlicht wird, greift auf bewährte Abläufe zurück, setzt allerdings auch einige neue Akzente. Wir haben uns bewusst entschlossen, bei der Förderung einen Schwerpunkt zu setzen. Bevorzugt wollen wir solche Projekte unterstützen, die sich an Heranwachsende und junge Erwachsene richten. Diese Gruppe hat besonders unter den Kontaktverboten und der sozialen Distanz gelitten. Deshalb soll sie nun auch besonders von kulturellen Angeboten profitieren, betont die Kulturbeauftragte der Stadt Krefeld, Dr. Gabriele König. Zudem soll die Förderung der Kulturschaffenden nicht mehr auf Einnahmeausfälle der Vergangenheit abstellen, sondern künftige Veranstaltungsformate sowie Investitionen in die Infrastruktur der Einrichtungen fördern.

Wie beim ersten Kulturhilfsfonds können sowohl einzelne Künstler als auch Initiativen und Vereine gefördert werden, jedoch nur dann, wenn keine anderweitige Förderung der EU, des Bundes oder des Landes greift. Eine Jury mit der Kulturbeauftragten, der Vorsitzenden des Kultur- und Denkmalausschusses, Vertretern des Krefelder Kulturrates und der Initiative Wir müssen reden entscheidet monatlich über die Vergabe. Die maximale Förderung beträgt 10.000 €, wobei der Löwenanteil für geplante Veranstaltungen gedacht ist.

Aus dem ersten Kulturhilfsfonds – im September 2020 auf den Weg gebracht, hat die Stadt Krefeld mehr als 200.000 Euro an Künstler, Kulturschaffende und Veranstalter ausgeschüttet. Insgesamt wurden 48 Anträge positiv beschieden. Mehr als die Hälfte des Fördergeldes ersetzte Einnahmeausfälle und Kostensteigerungen, die im Zuge der Pandemie entstanden sind. In der ersten Auflage flossen fast 90.000 Euro in konkrete Projekte und Investitionen, zum Beispiel in einen virtuellen Atelierrundgang oder in spezielles Bühnen-Equipment für Gastspiele außerhalb des eigenen Theaters. Zusätzlich hatte die Stadt Krefeld den digitalen Adventskalender Krefelder Kultürchen im Dezember 2020 mit rund 80.000 Euro gefördert.