Bis Montag 7. Dezember können Anträge abgegeben werden – Der Krefelder Kulturhilfsfonds für die freie Kunst- und Kulturszene Krefelds ist an den Start gegangen – Mit einem Hilfsfonds, dem die Politik letzte Woche per Dringlichkeitsbeschluss final zugestimmt hatte, unterstützt die Stadt Krefeld die freie Kunst- und Kulturszene in der Corona-Krise mit einer Gesamtsumme von 250.000 €. Die Epidemie und die damit verbundenen Einschränkungen bringen Künstler, Kulturschaffende und die gesamte Veranstaltungsbranche in eine verzweifelte Lage. Wir müssen schnell und unbürokratisch helfen, damit Corona hier nicht zum Kahlschlag führt. Wir sind mit Recht stolz auf die Vielfalt und die Qualität unserer freien Szene – jetzt müssen wir auch dabei helfen, dass Kunst und Kultur diese Krise überstehen. Ich bin froh, dass sich die Politik darüber weitgehend einig war, erklärt Oberbürgermeister Frank Meyer, der auch als Kulturdezernent fungiert.

Weitere Informationen zum Kulturhilfsfonds finden sich in der Richtlinie, die, wie auch das Antragsformular auf der städtischen Seite Krefelder Kulturhilfsfonds zu finden ist. Bewerbungen bitte per Mail an die Adresse   kulturfonds[at]krefeld.de.   Stichtag für die nächste Jurysitzung ist jeweils der 7. des Monats.

Seit Juni hatte es einen regelmäßigen Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Akteuren der freien Szene gegeben. Beteiligt waren unter anderem der Krefelder Kulturrat und die Initiative Wir müssen reden. Auf der Basis dieser Gespräche hat die Verwaltung Richtlinien für einen Krefelder Kulturhilfsfonds entwickelt. Sie sehen vor, dass Einzelkünstler und Selbständige, Kulturinitiativen und Veranstaltungsstätten, Vereine und Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft Fördergelder aus dem Fonds beantragen können. Das Geld kann sowohl als Ausgleich von Einnahmeausfällen und Kostensteigerungen beantragt werden, die unverschuldet durch die Epidemie entstanden sind, als auch für konkrete Projekte und Investitionen in die Veranstaltungsinfrastruktur. Gerade die letzten beiden Punkte sollen dabei helfen, die Kulturszene stückweise wieder anzukurbeln und neue Formate zu ermöglichen, die unter Corona-Bedingungen umsetzbar sind. Der Höchstbetrag liegt pro Antragssteller bei 10.000 Euro.
Um eine doppelte Förderung zu vermeiden, müssen die Antragsteller zunächst andere Möglichkeiten der Soforthilfe durch das Land, den Bund oder die Europäische Union in Anspruch nehmen. Über jeden Antrag entscheidet eine Jury, die jeweils Mitte des Monats tagt. Sie besteht aus der Kulturbeauftragten der Stadt Krefeld, der Vorsitzenden des Kultur- und Denkmalausschusses, dem Vorsitzenden des Krefelder Kulturrats sowie einer Vertretung der Initiative Wir müssen reden.