Der in Krefeld geborene Künstler Ignacio Uriarte hat für seine aktuelle Ausstellung Den Zufall ordnen im Kaiser Wilhelm Museum Musik kuratiert und eigens eine Playlist zusammengestellt, die auf   Spotify   (Audio-Streamingdienst) abgerufen werden kann – Kunst birgt immer den Blick des Künstlers auf die Welt und den Versuch, sie zu begreifen, darzustellen oder zu ordnen. Für den Sammlungssatelliten #5 haben die Kunstmuseen Krefeld den in Krefeld geborenen Künstler Ignacio Uriarte eingeladen, seinen ganz persönlichen Blick auf ihre Sammlung zu werfen und aus dieser Auseinandersetzung eine Ausstellung zu realisieren. Den Zufall ordnen ist gespickt mit autobiografischen Verweisen des Künstlers. Sie ist eine Hommage Uriartes an diejenigen Künstler in der Krefelder Sammlung, die seine Kunstpraxis prägten.
Gleichzeitig weisen die von ihm ausgewählten Arbeiten einen starken Bezug zu seiner Kindheit in Krefeld auf. Mit der Stadt assoziiert Uriarte das Strenge, das Geordnete – sowohl in seiner Erziehung als auch in seinem visuellen Umfeld. Hier entdeckte er sein Interesse am Seriellen, was sich durch sein Oeuvre zieht.
Die Ausstellung vereint Werke der Sammlung, die in der Tradition der frühen Konzeptkunst und des Minimalismus stehen. Die künstlerische Geste tritt in den ausgewählten Werken in den Hintergrund und weicht einem Versuch, die Welt objektiv und geordnet darzustellen. Ordnungssysteme, Raster, das vermeintlich Leere oder das Motiv der Spiegelung – diese formalen Eigenschaften haben die ausgewählten Werke der Sammlung gemein. Uriarte bringt diese Arbeiten in Dialog mit zwei neuen eigenen Werken und lädt die Besucher*innen dazu ein, eine Vielzahl an Bezügen zwischen den Kunstwerken herzustellen.

In der Reihe Sammlungssatelliten dient die Sammlung der Kunstmuseen Krefeld als Ausgangspunkt für neue künstlerische Setzungen.

Die Stiftung der Sparda-Bank West ist Partner der Reihe Sammlungssatelliten.