Bis 23. Januar 2022   Sonderausstellung   Die Kommissare – Kriminalpolizei an Rhein und Ruhr 1920 bis 1950   Villa Merländer   Friedrich-Ebert- Str. 42, 47799 Krefeld   | Kostenfrei |  – Bis in das Jahr 2022 zeigt die NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld eine Sonderausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf Die Kommissare – Kriminalpolizei an Rhein und Ruhr 1920 bis 1950 in der Villa Merländer.
Das Bild, die Kriminalpolizei habe im Nationalsozialismus nur die wahren Verbrecher gejagt und sich damit grundlegend anders verhalten als Gestapo oder Schutzpolizei, hatte lange Konjunktur. Doch dies entspricht nicht der Wirklichkeit. Die Sonderausstellung nimmt die Geschichte der Kriminalpolizeileitstelle Düsseldorf, der auch Krefeld zugeordnet war, in den Blick – von der Weimarer Republik bis zur frühen Nachkriegszeit, und räumt mit dem Image der guten Kriminalpolizei im Unterschied zur bösen Gestapo auf. Es war die Kripo, die Träger und Akteur der Verfolgung von Sinti und Roma, sozial randständiger und unangepasster Menschen war. Im auswärtigen Einsatz hinter der Kriegsfront waren Kriminalisten ebenso an Massenverbrechen beteiligt wie ihre Kollegen der Gestapo oder der Schutzpolizei. Die Ausstellung zeigt die Dimensionen kriminalpolizeilicher Verbrechen ganz konkret für die Beamten der Düsseldorfer Kriminalpolizeileitstelle und deren Außenstellen an Rhein und Ruhr.

Aktuelle CoronaSchVO NRW: für Kulturveranstaltungen in Räumen gilt die 3-G-Regel (nachweislich genesen, geimpft oder getestet). Es wird gebeten, einen medizinischen Mund-Nasenschutz zu tragen.

Die Ausstellung Die Kommissare – Kriminalpolizei an Rhein und Ruhr 1920 bis 1950 ist bis zum 23.1.2022 zu den Öffnungszeiten:   mittwochs 9.00-14.00 Uhr | donnerstags 14.00-19.00 Uhr | sonntags 13.00-17.00 Uhr   sowie vor Veranstaltungen ohne Anmeldung zu besichtigen.
Einzeltermine für Gruppen können unter   ns-doku[at]krefeld.de   gebucht werden.

Weitere öffentliche Führungen: 11.12.2021–15.00 Uhr | 10.1.2022–19.00 Uhr

Eine Wanderausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf in Kooperation mit dem Landeskriminalamt NRW, der Landeszentrale für politische Bildung NRW und dem Förderverein der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V.