Zur Ausstellung »Heimat in der Fremde – Gelduba im Weltreich der Römer« im Archäologischen Museum Krefeld ist ein Film veröffentlicht worden, der in die Ausstellung einführt und ausgewählte Exponate erklärt | – Das Archäologische Museum Krefeld zeigt zurzeit die Ausstellung »Heimat in der Fremde – Gelduba im Weltreich der Römer«. Obwohl der Kastellstandort samt Zivilsiedlung am Niedergermanischen Limes – seit 2021 Welterbe – im heutigen Krefeld kein Zentrum wie Köln oder Xanten war, bilden die reichhaltigen Funde aus dem größten erforschten antiken Gräberfeld nördlich der Alpen und aus den diversen Kastellen an diesem Standort die Vielfalt des römischen Schmelztiegels ab. »Für diesen Flecken Gelduba können wir über fünf Jahrhunderte hinweg die Mobilität und Migration der Bevölkerung aus den römischen Provinzen und drüber hinaus nachweisen«, sagt Stadtarchäologe Dr. Hans Peter Schletter.

Dazu ist jetzt ein Film auf dem Youtube-Kanal der Stadt Krefeld veröffentlich worden: Schletter führt dabei in die Ausstellung ein und erklärt ausgewählte Exponate. »Es gibt viele Funde, Modelle und Karten, die wir zum ersten Mal zeigen«, so der Stadtarchäologe.

Das Kastellareal in Krefeld-Gellep (Gelduba) wurde im vergangenen Jahr als Welterbestätte am Niedergermanischen Limes anerkannt. Der Niedergermanische Limes bestand zwischen 15 vor und circa 450 nach Christus und gehört damit zu den frühesten Grenzsystemen des Römischen Reiches und gleichzeitig zu den am längsten gehaltenen Grenzabschnitten. Der Niedergermanische Limes ist Teil des Welterbeprojektes »Die Grenzen des Römischen Reiches«. Dieses umfasst die Grenzlinien und Militäreinrichtungen zur Zeit der Blüte des Römischen Reiches, etwa von 100 bis 200 nach Christus. Bislang wurden bereits die Teilabschnitte »Hadrianʻs Wall« (1987), »Antonineʻs Wall« (2008) in Großbritannien und der Obergermanisch-Raetische Limes (2005) sowie der Donaulimes (2021) in Deutschland als UNESCO-Welterbe anerkannt.