Mit der Wiederöffnung der Kulturinstitute in Krefeld besteht ab sofort auch die Möglichkeit die beiden neuen Ausstellungen im Museum Burg Linn zu besuchen   | Anmeldung erforderlich | –  Anlässlich des 100. Geburtstags von Joseph Beuys zeigen Dr. Jennifer Morscheiser, Leiterin des Museums Burg Linn, und der Historiker Dirk Senger die Kabinett-Ausstellung Beuys donʼt cry im Jagdschloss und stellen persönliche Bezüge des Künstlers Beuys zu Krefeld und zum Niederrhein vor. Tief verwurzelt mit selbigem werden  in diversen Biographien und vom Künstler die Umstände und der Ort seiner Geburt allerdings anders wiedergegeben. Die Kuratoren schlüsseln in der Ausstellung Beuys donʼt cry dieses Rätsel um dem Geburtsort Krefeld auf und erläutern, warum Beuys in seinem künstlerischen Werklauf/Lebenslauf nur Kleve nennt. Ferner betrachten Morscheiser und Senger zwei für Beuys wichtige Freundschaften: Zu den Brüdern Hans und Franz Jospeh van der Grinten aus Kranenburg und dem Schriftsteller Adam Reinhard Lynen aus Krefeld. Während die Freundschaft zu den van der Grintens umfassend bekannt ist, geriet die enge Beziehung zu Lynen weitestgehend in Vergessenheit. Die Beziehung zu Lynen, den er Ende der 1940er-Jahre im Umfeld der Kunstakademie Düsseldorf kennenlernte, war Beuys so wichtig, dass er sie in seinem Werklauf/Lebenslauf aufführt. Lynen lebte über längere Phasen als Vagabund und reiste mit einfachsten Mitteln um die Welt. Er kehrte aber immer wieder nach Krefeld zurück und wohnte dort zeitweise mit Beuys in einer Hütte an einem Altrheinarm zusammen. Erstmals wird in einem Museum nun über das abenteuerliche Leben und das bis auf ein Buch bislang unveröffentlichte schriftstellerische Werk von Lynen berichtet.
Die Ausstellung Beuys donʼt cry endet am 14.11.2021.

Der Besuch des Museums Burg Linn ist zurzeit zu den Öffnungszeiten nur mit einer Anmeldung unter    Museum Burg Linn   möglich. Es gelten die aktuellen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen.

Die zweite Ausstellung Krefelder Sportgeschichten in der Wechselausstellungshalle wird von Dr. Christoph Dautermann, dem stellvertretenden Museumsleiter, präsentiert. Mit Krefelder Sportgeschichten wird erstmals eine umfangreiche Darstellung des Breiten- und Spitzensport der vergangenen 150 Jahre in Krefeld vorgenommen und eine Lücke in der lokalgeschichtlichen Forschung geschlossen … Dautermann forschte vor allem im Stadtarchiv und in den Vereinen und entdeckte dabei bislang unbekannte Quellen und Dokumente. Die mit Exponaten – wie einer Kopie des DFB-Pokals oder olympischen Medaillen – üppig ausgestattete Ausstellung konzentriert sich nicht nur auf populäre Sportarten wie Fußball und Eishockey, sondern rückt unter anderem Tennis, Boxen, Schwimmen, Golf, Rad- und Motorsport in den Mittelpunkt. Krefeld hat eine unglaubliche Sportgeschichte, betont Dautermann.
Die Ausstellung Krefelder Sportgeschichten endet am 30.1.2022.

Zu dieser Ausstellung ist ein reich bebilderter, 150 Seiten umfassender Band (24,95 €) – finanziert durch die Kulturstiftung der Sparkasse Krefeld, erschienen.

Veranstalter Museum Burg Linn unterstützt durch die Kulturstiftung der Sparkasse Krefeld