Neue Ideen zum Stadtjubiläum – In der zweiten Runde werden acht Bürgerprojekte gefördert // Feierabendmärkte in der Innenstadt, ein Festival für afrikanisches Trommeln auf dem Südwall und ein Dokumentarfilm zur Krefelder Migrationsgeschichte: Auch die zweite Runde der Bürgerprojekte für das Stadtjubiläum »650 Jahre Krefeld« zeigt das vielfältige und kreative Engagement der Teilnehmenden. Erneut sind über die Homepage »Krefeld 650« fast zwei Dutzend Projektvorschläge eingereicht worden. Acht davon wurden für eine Förderung ausgewählt, die je nach Aufwand zwischen 650 und 6.500 Euro liegt. Die Projekte werden im Jahresverlauf realisiert. 

Kulinarisches: Eine neu gegründete Initiative mit Feierabendmärkten möchte das Quartier rund um den Corneliusplatz bespielen. Unter dem Motto »Eäte Drenke Danze« sollen zwischen Mai und September jeweils am ersten Donnerstag und Freitag des Monats Händler und Gastronomen ihre Produkte anbieten.

Musik: Die Trommelschule Haware will im September den Südwall mit einem kleinen Musikfestival beleben und die Menschen zum Mitsingen und Mittanzen einladen. Die Initiative Folklorefest plant eine Sonderbühne zum 650. Geburtstag der Stadt. Motto: »Musikalische Vielfalt – Krefeld weltoffen«.
Die Gemeinde der Friedenskirche organisiert ebenfalls im September ein multimediales Konzert zum Thema »Die Welt reißt von der Leine«, eine Kooperation mit dem Werkhaus e.V. und der St. Marienkirche in Beeskow (Oder-Spree-Kreis). Musik, Film und Lichtinstallationen sensibilisieren für den Zustand des Planeten Erde.

Film: Mit einem Filmprojekt hat sich der Verein Solidaritätshaus e.V. beworben und erhält ebenfalls eine Förderung. Unter dem Titel »Als Gast gekommen und Bürger geworden« entsteht ein Dokumentarfilm über die ersten Gastarbeiter in Krefeld. Das Projekt geht der Frage nach, wie sich das Leben eingewanderter Menschen unterschiedlicher Generationen über die Jahrzehnte gewandelt hat. Zu den Vorführungen werden Menschen aller Nationalitäten eingeladen. 

Ausstellungen: Die Gemeinschaft Krefelder Künstler (GKK) wird unter dem Titel »Gesponnen, verwoben – Heute ist das Gestern von Morgen« eine Ausstellung zur Stadtgeschichte organisieren. Zusätzlich werden Führungen, Workshops und Lesungen angeboten.
Ebenfalls gemeinsam mit dem Krefelder Partnerkreis in Ostdeutschland realisiert das Werkhaus im August die Ausstellung »Prima Klima« im Südbahnhof. Die Schau mit Künstlern aus beiden Regionen wird von einer Diskussionsrunde zum Thema »Lebenswerte Stadt« begleitet. 
Im Haus der Seidenkultur ist für September eine Ausstellung mit Arbeiten des verstorbenen Textilkünstlers Georg Ettl geplant. Ein großformatiges, gewebtes Tuch-Unikat nach einem Entwurf von Ettl wird gestiftet, zudem gibt es eine limitierte Auflage von Seidentüchern zu kaufen. 

Bewerbungsfrist für Herbst- und Winterprojekte: Während die ersten geförderten Bürgerprojekte bereits im Frühjahr umgesetzt werden und die Sommerprojekte nun ausgewählt sind, läuft noch bis zum 10. März die Bewerbungsfrist für das »Herbstleuchten« und bis zum 23. April die Frist für die »Winterklänge«. Das Verfahren läuft über die Homepage »Krefeld 650«.