20. Mai 2024 um 18:30 Uhr

Dr. Johan Crasemann liest aus »Kette und Schuss. Krefelder Histörchen« von Otto Brües // Eintritt frei // Der Arbeitskreis Erhalt Bücherei Uerdingen führt seine in 2013 initiierten Montagslesungen zur Eröffnung eines Quartierzentrums mit städtischer Medienausleihe in Uerdingen fort.

Ot­to Brües war »im Brot­be­ruf« Jour­na­list, nach ei­ge­nem Ver­ständ­nis je­doch mehr Schrift­stel­ler und Dich­ter, der mit sei­nem Werk für ei­ne bes­se­re Welt wer­ben woll­te. Ewald Ot­to Karl Brües wur­de am 7. November 1897 in Krefeld ge­bo­ren. Sein Va­ter, Ernst Brües, war Chef­re­dak­teur der »Kre­fel­der Zei­tung«, sei­ne Mut­ter, Cla­ra Brües, ge­bo­re­ne Scheu­ten, stamm­te aus ei­ner al­ten Kauf­manns­fa­mi­lie.
1917 veröffentlichte Ot­to Brües ers­te Ge­dich­te und ei­ne kur­ze Er­zäh­lung. Da­nach folg­te ei­ne le­bens­lan­ge Pro­duk­ti­ons­pha­se, die ih­res­glei­chen sucht. Ei­ne von Franz Jans­sen er­stell­te Werk­über­sicht lis­tet un­ter an­de­rem 26 Dra­men, 17 Er­zäh­lun­gen, neun No­vel­len, 14 Ro­ma­ne und neun Ge­dicht­bän­de auf.
Als Ot­to Brües am 18. April 1967 in Kre­feld starb, be­rei­te­te man ihm eh­ren­de Ge­denk­fei­ern. Im März 1967 war ihm die Eh­ren­bür­ger­schaft der Stadt Kre­feld an­ge­tra­gen wor­den. Zu­gleich er­hielt er den Eh­ren­ring der Stadt. Schon 1959 war ihm das Bun­des­ver­dienst­kreuz 1. Klas­se ver­lie­hen wor­den. Doch sei­nem Werk spra­chen Li­te­ra­tur­kri­ti­ker in­zwi­schen je­de Ak­tua­li­tät ab. Wä­re nicht Eva Brües, die Toch­ter des Au­tors, ge­we­sen, so wä­re er viel­leicht ganz aus dem Be­wusst­sein der Kre­fel­der Bür­ger ver­schwun­den. Sie aber gab noch Jah­re spä­ter un­ver­öf­fent­lich­te Wer­ke des Va­ters her­aus – so die sehr le­sens­wer­te Au­to­bio­gra­fie »Und im­mer sang die Ler­che«. Sie grün­de­te 1993 auch den Ot­to-Brües-Freun­des­kreis. Ei­ne Ge­sell­schaft für Li­te­ra­tur e.V., und sie ver­mach­te der Stadt Kre­feld den Nach­lass und den er­erb­ten Be­sitz von Ot­to Brües. Das Haus an der Gu­ten­berg­stra­ße, in dem der Au­tor ei­nen Schreib­tisch für sei­ne Ta­ges­ar­beit und ei­nen wei­te­ren für sein li­te­ra­ri­sches Schrei­ben hat­te, ist seit Ju­ni 2012 das Nie­der­rhei­ni­sche Li­te­ra­tur­haus Kre­feld. (Quelle: Portal Rheinische Geschichte)

Wie jede Woche sind alle Interessierten auch zur 569. Montagslesung herzlich eingeladen.

Interessierte Vorleser*innen können sich gerne unter Angabe des Buches via E-Mail oder telefonisch bei Sabine Alofs melden: 02151 – 48 18 55 // ak-buecherei-uerdingen@gmx.de

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