Das Deutsche Textilmuseum ist in Vorbereitung für seine erste virtuelle Ausstellung, in Zusammenarbeit mit der Akademie Mode und Design Düsseldorf – Eine Museums-Ausstellung vorzubereiten, dauert mindestens zwei Jahre. Auf verschiedenen Ebenen wird von diversen Akteuren bis zum Eröffnungstag dafür viel Arbeit hinter den Kulissen geleistet, zum Beispiel für die Außendarstellung: An den Litfaßsäulen kleben dann großformatige Plakate, und an markanten Orten wehen Werbefahnen. Aber wer entwirft das alles? Und warum ausgerechnet mit diesem oder jenem Motiv? Genau diese Fragen stehen gerade auf der Agenda des Deutschen Textilmuseums Krefeld, da das 2018 begonnene internationale Forschungsprojekt Fabric of my life sich in seiner Abschlussphase befindet. Wir haben die Ausstellung für den Spätsommer geplant. Es wird die erste virtuelle Ausstellung eines Krefelder Museums sein, berichtet Dr. Annette Schieck, Leiterin des Deutschen Textilmuseums. Für die Erarbeitung der Außendarstellung kooperiert das Haus mit der Akademie Mode und Design (AMD) in Düsseldorf.
Welche Bedeutung steckt hinter dem Tragen traditioneller Kleidung oder Alltagskleidung aus Herkunftsländern von Flüchtlingen und Migranten, die heute in der deutschen beziehungsweise europäischen Gesellschaft leben? Dieser Frage widmet sich das EU-Projekt The Fabric of My Life und deren Partner – das Deutsche Textilmuseum Krefeld, das Center for Textile Research der Universität Kopenhagen und Artex Athen. Dabei zeigen und erläutern Menschen mit Familienhintergrund von fast allen Kontinenten die Textilien ihres Lebens und geben anhand derer, sehr persönliche Einblicke in ihre Biographien. Diese Narrative aus Dänemark, Griechenland und Deutschland werden für die Krefelder Ausstellung in Porträtfotos, Interviewfilmen, Texten, Podcasts, künstlerischen Arbeiten und Landkarten erzählt.

Weitere Information unter    The Fabric of My Life

Begleitet wird das Projekt durch zahlreiche Unterprojekte in den verschiedenen Ländern; am Deutschen Textilmuseum unter anderem von der Düsseldorfer Akademie Mode und Design, die sechs Studiengänge eingebunden hat. Konstruktiv diskutieren die Studierenden mit ihrem Dekan und Professor Ralf Lobeck sowie den Projektbeteiligten des Museums über die einzelnen Beiträge: Was ist gut, was könnte verbessert werden? Es ist eine Fülle und Vielfalt, welche die Studierenden hier einbringen. Jeder Entwurf bringt neue Ideen auf, freut sich Schulte über die kreative Resonanz. Wir arbeiten gerne sehr praktisch für reale Produkte, sagt Lobeck –  Also nicht für die Schublade, sondern für etwas, das später mit einem Nutzen verbunden werde, wie bei diesem Projekt. Wie auch bei vorangegangenen Kooperationen mit der AMD, erhalten die besten Entwürfe eine Geldprämie. Die künftigen Besucher der Ausstellung werden das Ergebnis dann auch an den Litfaßsäulen sehen können.