Tipp 1. bis 31.10.2018

Kulturtipp Oktober 2018 Harry Emke ©

 

Harry Emke, Bj. 64, Sohn lettischer Migranten lebt seit seiner Geburt in Krefeld.
Der Hobbymusiker, DJ und gelernte Veranstaltungskaufmann arbeitet seit 2012 als Leiter der Werkbühne für den Werkhaus e. V. im Südbahnhof.

Von 2012 bis 2016 war er Vorsitzender der Initiative Folklorefest Krefeld e. V. und hat u. a. den Genießermarkt am Nebenplatz der Alten Kirche ins Leben gerufen.

 

 

Hier sind meine Empfehlungen für den Oktober. Manche mögen überraschen. Sind sie doch fernab jeglicher bunter Lichter …

Lott ens schwade!
Dienstag 9.10.2018   Beginn: 19.30 Uhr   Gleumes   Sternstraße 12, 47798 Krefeld   Eintritt: 9,- € incl. Begrüßungsdrink
Seit Juni 2010 moderieren nun Susanne und Jörg Enger dieses wunderbare Format. Einst im Mikado angefangen sind die beiden nun bei Gleumes gelandet; was wohl den größeren Räumlichkeiten geschuldet ist. Monatlich stellen sie Menschen unserer Stadt vor, die manchmal in der Menge nicht auffallen und doch sehr vielfältig unser kulturelles Leben bereichern.
Das Thema der Talkrunde ist Männer im Focus. Jan Mokros ist hervorragender Bassist der Mondo Mashup. Doch wer wusste schon, dass er auch Sozialwissenschaftler ist und seit 2006 beim Sozialpsychiatrischen Zentrum des SKM Krefeld e. V. arbeitet. Er bietet Beratung für Jungen und Männer an, die sich in einer Krise befinden oder die gegenüber ihrer Partnerin oder ihren Kindern gewalttätig werden. Zweiter Gast des Abends ist Sabine Höntzsch, welche die recht junge Gruppierung Krefelder Freunde vertritt. Die Gruppierung soll funktionieren wie ein Bürgerverein. Was genau diese Gruppe tut, was sie sich auf die Fahne geschrieben haben und mit welchen Mitteln das umgesetzt werden soll, wird mit Spannung erwartet. Musikalisch werden wir von den Elektro Mofas überrascht. Sie bieten einen völlig neuen minimalistischen Funk-Soul-Sound und begeistern nicht zuletzt durch skurrile Outfits. Elektro Mofas im Netz unter https://www.facebook.com/Elektro-Mofas-246967609205629/

Nachtwächterrundgang – Sonderführung
Donnerstag 11.10.2018   Beginn: 17.30 Uhr   Karten nur im Museumscafe   Rheinbabenstraße 85, 47809 Krefeld   zum Preis von 35,00 €.
Ein interessantes Angebot sind die Führungen an einigen Donnerstagen und Freitagen in der Dependance des Linner Museumcafes in der Rheinbabenstraße, im sogenannten Linn’sche Huus. Früher waren dort die Polizeiwache und die Bezirksverwaltungsstelle untergebracht. Nach der geschmackvollen Renovierung wird der Gesellschaftsraum auch liebevoll Wohnzimmer von der Betreiberfamilie Andreas und Michaela Montz genannt. Diese schön gestalteten Räumlichkeiten können die Gäste damit ebenso in Augenschein nehmen wie das Gemälde mit Marianne Rhodius.
Heinz-Peter Beurskens freut sich, dass er nun unter dem Gemälde, das der frühere Museumsleiter Dr. Reichmann geschaffen hat, seine Sonderführungen beginnen kann: Da ist der historische Hintergrund gleich da!
Ab 17.30 Uhr werden die Gäste erwartet. Punkt 18.00 Uhr beginnt das Vorspiel, zu dem eine Suppe gereicht wird. Danach folgt das raffinierte Überraschungsbuffet, das immer auf große Begeisterung gestoßen ist. Nach dem rund zweistündigen Rundgang wird bei einem kleinen Nachspiel dann der Nachtisch gereicht. Heinz-Peter Beurskens freut sich schon jetzt auf den selbst gebackenen Kuchen.

Del Mar 2.0
Freitag 19.10.2018   Beginn: 20.00 Uhr   Im Tunnel des Südbahnhofs   Saumstr. 9, 47805 Krefeld   Eintritt 10,00 €
Aber auch das Unbekannte ist ein Ort, den jeder aus seinem Innersten kennt
Die Butoh-Performance DEL MAR 2.0 erzählt über das Meer. Sie handelt von den Meeresbewohnern und der rücksichtslosen, grausamen Zerstörung ihres Lebensraumes durch uns Menschen. Sie ist ein Gleichnis, eine Anklage, ein Flehen. Sie erzählt uns aber auch von der Hoffnung, der Liebe und des Lichts. Von der Erlösung. Tänzerinnen und Zuschauer tauchen in eine tief verborgene, rudimentäre Welt ein. Das nackte Sein und Vergehen, die erbarmungslose Unausweichlichkeit und die lichtvolle Schönheit des Meeres werden zur Realität.
Inszenierung, Choreografie, Darstellung: Gudrun Wage + Sabine Kreuer Kostümdesign: Kai Wegner Supervision: Sabine Seume
Die Veranstaltung ist Teil des Projektes Wasser ist Leben – Wasser, Meere, Ozeane nachhaltig schützen und wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gefördert.

Warum Heinz mit Erhardt lacht – eine musikalisch-humorvolle Vorlesung über den Komiker Heinz Erhardt  – von Michael Ophelders und Jürgen Lorenzen
Dienstag 23.10.2018   20.00 Uhr   AK: 22,00 €   Stadttheater Krefeld   Theaterplatz 3, 47798 Krefeld
In der Rolle des urkomischen Professors Max Busch referiert, rezitiert und deklamiert Schauspieler Michael Ophelders eine Vielzahl bekannter und weniger bekannter Gedichte des unvergessenen Komikers Heinz Erhardt: vom Blümchen über Die Made und den König Erl bis hin zum Ritter Fips.
Fachkundig, stilsicher und pointenreich widmet sich Professor Busch in dieser ganz besonderen Vorlesung auch dem Leben und Schaffen des großen Humoristen. Dabei kommt Heinz Erhardts musikalische Seite nicht zu kurz: Neben anderen 60er-Jahre Schlagern werden beispielsweise auch das Wicke-Wacke-Wucke Lied, Tante Hedwig, die Skatpolka und Bobby Schick hat ‘nen Tick gesanglich dargeboten.

Mit einem nicht ganz so üblichen Tipp möchte ich meine Vorschläge beenden. Als Kulturdezernent hat Frank Meyer die Kultur in Krefeld zur Chefsache erklärt. Einen Schritt den ich persönlich sehr begrüße. Die Zukunft einer Stadt hängt nun mal sehr von ihrer Kultur(szene) ab.

Krefelds Zukunft – Oberbürgermeister Meyer stellt seine Pläne vor
Dienstag 30.10.2018   19.00 Uhr   Volkshochschule Krefeld   Von-der-Leyen-Platz 2, 47798 Krefeld
Stück für Stück verändert sich der Blick der Krefelderinnen und Krefeld auf ihre Stadt. Es gibt die Bereitschaft und den Willen, die Zukunftsthemen anzupacken. Beispiel Bildung: Der Investitionsstau an den Schulen löst sich in den nächsten Jahren auf, das Lernumfeld für unsere Kinder wird schöner und moderner. Beispiel Digitalisierung: Schnelles Internet soll für Unternehmen und für die Bürgerinnen und Bürger eine Selbstverständlichkeit werden. Beispiel Infrastruktur: Die Radwege und Straßen werden endlich angepackt und auf breiter Basis erneuert. Doch am Ende geht es dabei um ein größeres Bild, um die lebenswerte Stadt von morgen, um ein gutes Umfeld für Familien, um ein zufriedenes Leben für ältere Menschen, um kulturellen Reichtum und ein Miteinander, das von Respekt und Wertschätzung geprägt ist. Wie gestalten wir die Stadt der Zukunft? Oberbürgermeister Frank Meyer stellt seine Ideen und Pläne vor und kommt mit den Krefelderinnen und Krefeldern ins Gespräch.