Am Freitag, 16. Juni 2017 verstarb nach langer schwerer Krankheit der Krefelder Künstler CACO (Karl-Heinz Ramacher). Aus dem Krefelder Kunstgeschehen nicht wegzudenken, gestaltete der in Köln geborene Aktionskünstler und Dadaist – nicht unmaßgeblich beeinflusst durch sein Vorbild Joseph Beuys – durch seine oft kontrovers diskutierte künstlerische Arbeit. Die wohl am meisten beeindruckendste Zeit erlebte Krefeld durch die Gründung der Fluxus Zone Westend Krefeld auf der Roßstraße im Jahr 1979, wo bis 1983 experimentelle Filme, Lesungen, Ausstellungen, Konzerte und multimediale Performances ihren Platz fanden. CACO nahm Einfluss: so hat er 1983 die Kulturfabrik mit angestoßen, war von 1985 – 1995 Mitglied und Geschäftsführer eines Zusammenschlusses Krefelder Kultureinrichtungen und -initiativen Namens »Die Dritten« und hat nach dem Sturm Kyrill 2007 die Aktion 3333 Bäume für Krefeld initiiert – wofür ihm 2009 das Stadtsiegel der Stadt Krefeld verliehen wurde, welches er in Konsequenz aus Protest gegen eine städtische Baumfällaktion 2011 zurückgab. Seit 2013, seitdem sein damaliger Vorlass im Stadtarchiv eingelagert wurde, gehört CACO auch offiziell zur Stadtgeschichte Krefelds.

Krefeld hat am 16. Juni einen seiner schillernsten, authentischsten und polarisierenden Künstler verloren!