Tipp 16. bis 31.12.2013

Knut HabichtDer Krefelder Designer Knut Habicht war schon immer der freien Kulturszene dieser Stadt sehr verbunden. Ob aktiv als Designer oder als Vorsitzender der Krefelder Musiker Initiative e.V. – zu helfen und zu unterstützen sowie vor allem junge Künstler und Musiker zu fördern, ist ihm wichtig. Hin und wieder findet man ihn auch im Kreativkollektiv deseng, wo er sich mit anderen Krefelder Designern das Ladenlokal auf der Südstraße teilt. Hier seine Tipps für den Rest des Jahres:

Ein Heidenspaß für Jugendliche und Erwachsene:

17. UND 18. DEZEMBER: DAS KRESCHtheater ZEIGT »FAST FAUST« IN DER FABRIK HEEDER, JEWEILS UM 19:00 UHR – Dieser Klassiker mit 57 Rollen ist natürlich eine völlig unrealistische Besetzung für ein so kleines Theater. Und wenn schon, denn schon – André und Heiner bringen das große Stück mit kleinem Bühnenbild, minimaler Technik und Riesenleidenschaft zu zweit auf die Bühne. Die beiden Schauspieler schlittern dabei von einem Höhepunkt zum Nächsten, bringen jedoch in 90 Minuten das Dreistundenwerk zur Aufführung. Diese Faustversion von Albert Frank nach J. W. von Goethe ist nicht nur ein verrücktes Theaterspektakel mit viel zu wenig Schauspielern, sondern es wird tatsächlich Goethes Faust auf die Bühne gebracht.

Eine großartige Ausstellung:

»ZUGABEN« – SAMMLUNG FREUNDE DER KUNSTMUSEEN KREFELD IM MUSEUM HAUS LANGE – Die Freunde der Kunstmuseen Krefeld e.V. blicken mit dieser Jubiläumsausstellung auf eine 30-jährige Geschichte zurück. 1984, nur ein Jahr nach der Gründung, wurden sechs Aquarelle (1977/78) von Gerhard Richter erworben, die den Grundstein für eine mittlerweile auf rund 150 Werke angewachsene Sammlung bildeten. Wichtige Werke von Künstlern wie Thomas Schütte, Harald Klingelhöller, Zvi Goldstein oder Hermann Pitz markieren einen Schwerpunkt der Kunst der 1980er- und frühen 1990er-Jahre. Ihnen sind in der Ausstellung minimalistische Positionen seit den 1960er Jahren gegenübergestellt, namentlich Skulpturen und Gemälde von Carl Andre, David Rabinowitch und Alan Uglow. Das Spektrum der Sammlung umfasst ferner einen großen Bestand an zeitgenössischer Grafik, fotografische Arbeiten sowie Videokunst. Außerdem sind Werke von Mamma Andersson, Richard Deacon, Ludger Gerdes, Hubbard & Birchler, Hubert Kiecol, Fabian Marcaccio, Bruce Naumann Sigmar Polke und Norbert Prangenberg zu sehen. Zur Ausstellung kann ein ausführlicher Sammlungskatalog für 24 Euro erworben werden. Zu betrachten noch bis Sonntag, den 16. Februar 2014, dienstags bis sonntags von 11:00 bis 17:00 Uhr. Montags sowie am 24., 25. und 31. Dezember geschlossen.

23. DEZEMBER: ALBUM RELEASE, MONDO MASHUP SOUNDSYSTEM SUPP. BETRAYERS OF BABYLON PLUS AFTERSHOWPARTY IN DER KULTURFABRIK KREFELD, EINLASS UM 19:00 UHR – Die Mitglieder des kulturellen Netzwerks Mondoversum organisieren seit vielen Jahren musikalische Veranstaltungen und haben sich längst in der hiesigen Kulturlandschaft etabliert. Das 13-köpfige Mondo MashUp Soundsystem ist das Flaggschiff des Mondoversums. Dieser Tornado aus Musikern und Sängern fegt mit Pauken und Trompeten, Ukulele, Piccolo-Bass und Saxofon über die Bühne und reißt das Publikum mit einer ansteckenden Mischung verschiedener Musikstile mit. Dieses Jahr errang die Band den 2. Platz beim »Bochumer Newcomer Festival« und toppte diesen Erfolg mit dem Gewinn des »Best of unsigned«-Contests in Oberhausen. Nach über einem Jahr Planung, Vorbereitung und zahlreichen Demo-Produktionen ist in mehrwöchigen Sessions in der Tresorfabrik in Duisburg der Tonträger mit 13 Stücken entstanden, welche die verschiedenen Abschnitte der Bandgeschichte dokumentieren.

Das sollte man sich nicht entgehen lassen:

26. DEZEMBER: DIE ANDERE WEIHNACHTSSHOW MIT DEM HEIMORGEL-KÖNIG MAMBO KURT IN DER KULTURRAMPE KREFELD, EINLASS UM 20:00 UHR – Es gibt Tage, an denen ist »Abba« zu hart oder »Slayer« zu weich – für die anderen Gemütszustände gibt es Mambo Kurts neue Scheibe »Spiel Heimorgel spiel«. Unser allseits beliebter und durchgeknallter Orgelgott hat eine feine Zusammenstellung wahrer Welthits auf seiner geliebten Heimorgel interpretiert. Mambo Kurt zelebriert die hohe Kunst des Weglassens und Nichtsingenkönnens, dass es eine wahre Freude ist. Ein guter Song bleibt ein guter Song, auch wenn man ihn auf der größten jemals gebauten Heimorgel spielt. Und so gibt es »Rage against the machine« als Swing, »Nirvana« als Mambo, »Tina Turner« als Highspeed-Polka und »Slayer« als Hardrock. Als heimlicher Superstar hat sich Mambos alte Orgellehrerin Heidi Schulz eingeschlichen, die eine famose Interpretation von »God save the queen« zum Besten gibt. Bei ihren 87 Lenzen bekommt die Textzeile »no future for me« eine ganz neue Bedeutung.

Und schließlich zum Jahresausklang:

31. DEZEMBER: DIE LEGENDÄRE SILVESTERPARTY IM JAZZKELLER AB 21:00 UHR – Beste Musik zum Abfeiern und Tanzen in das neue Jahr hinein – mit Mitternachts-Sekt und deftiger Suppe nach dem Feuerwerk.