Tipp 1. bis 28.2.2017

Thomas Klegin, Photo © Henryk Brock, UnnaDer Künstler Thomas Klegin – 1961 in Bochum geboren, dessen Schwerpunkte innerhalb seiner künstlerischen Arbeit, auf Rauminstallationen, Kunst im öffentlichen Raum, Objekt-Kunst, Skulptur und Fotografie liegen, studierte von 1983-1990 Visuelle Kommunikation im Fachbereich Design an der Fachhochschule Münster. Noch währenddessen begann er 1988 das Studium an der Kunstakademie Münster bei Professor Joachim Bandau, dessen Meisterschüler er 1992 wurde. Nach seinem Studium erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, unter anderem das Graduiertenstipendium und das Arbeitsstipendium Schloss Ringenberg des Landes NRW, das Barkenhoff-Stipendium Worpswede des Landes Niedersachsen und der Stadt Bremen, den Förderpreis der Stadt Dortmund für junge Künstler Bildende Kunst sowie 1999 das Villa Aurora Stipendium in Los Angeles.
Von 1997 bis 2002 als Lehrbeauftragter im Fachbereich Design an der Fachhochschule Dortmund für Plastisches Gestalten/Angewandte Formgestaltung tätig, hat er seit 2003 an der Hochschule Niederrhein in Krefeld eine Professur – Fachbereich Design – inne und lehrt dort Künstlerische Grundlagen und dreidimensionale Gestaltung. Thomas Klegin lebt und arbeitet in Schwerte und Krefeld.

Hier seine Tipps für den Monat Februar:

Donnerstag 2.2.2017   »jazzattack«   20.30 Uhr   Jazzkeller   | 8,- € |
Zur nächsten »jazzattack« hat Axel Fischbacher, selbst einer der Besten seines Fachs, mit Peter Ortmann, Klavier, Volker Heinze, Bass und Roland Höppner, Schlagzeug, wieder namhafte Profis der nationalen Jazzszene eingeladen. Peter Ortmann ist zum ersten Mal dabei, obwohl man ihn mit Fug und Recht einen Elder Statesman des deutschen Jazz nennen kann. Er war unter anderem 25 Jahre lang eine der treibenden Kräfte des Bundesjazzorchesters, dem offiziellen Jugendjazzorchester der Bundesrepublik Deutschland. Seine große Erfahrung als Pianist wird sicherlich eine ganz besonders gute Grundlage für diese »jazzattack« sein.

Freitag 3.2.2017   21.00 Uhr    »Stolen Rhodes«   Kulturrampe   | VVK 10,- € | AK 13,- € | –  Großes Kino, präsentiert von Teenage Head –
Es freut uns immer, wenn wir Euch etwas Neues präsentieren dürfen! Stolen Rhodes aus dem Großraum Philadelphia, dem sog. Delaware Valley auf unserem Monitor. In Kürze wird die Band nun ihr neues Album, Bent With The Wind auf den Markt bringen und damit aus allen Rohren feuernd den europäischen Kontinent erobern.
Zu den stilistischen Referenzen zählen die Jungs Größen wie Bruce Springsteen, die Allman Brothers Band, Stevie Ray Vaughan, Pearl Jam oder auch Led Zeppelin, die sie als Einflüsse in ihre mit Southern Rock getränkte Mucke einbringen – und wir würden zur Vervollständigung unserer Meinung nach auch noch ein wenig Bob Seger und Bad Company dazutun.
Sehr gekonnt versteht es die Truppe, den Hörer direkt dorthin zurück zu versetzen, wo wir Mitte der Siebziger mit ansteckenden Melodien, ergreifenden Refrains und satten Gitarren-Soli stehengeblieben waren.

Sonntag 5.2.2017   20.00 Uhr    »Dr. Faustus / opus 111 von Thomas Mann und Ludwig van Beethoven«   Theater Krefeld   Glasfoyer   | 18,- € | erm. 12,- € |
Literarisch-musikalischer Abend mit Michael Grosse (Lesung) und André Parfenov (Klavier)
Der große Altersroman DR. FAUSTUS von Thomas Mann, erschienen 1947, entstand vor dem Hintergrund der Niederlage des deutschen Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg. In diesem Kontext schildert Mann den Weg des jungen, begnadeten Komponisten Adrian Leverkühn, der durch einen Teufelspakt seinen eigenen Untergang heraufbeschwört. Hinter dieser Romanfigur könnte man neben Arnold Schönberg auch Friedrich Nietzsche vermuten, ebenso sind jedoch autobiografische Bezüge zu entdecken. Im Zentrum der musikalischen Lektionen, die Leverkühn von seinem Lehrer Wendell Kretzschmar erhält, steht immer wieder das Werk Ludwig van Beethovens, vor allem seine letzte Klaviersonate op. 111. Jene Romankapitel, die sich mit Beethoven beschäftigen, zählen zu den grandiosesten Musikbeschreibungen der Weltliteratur. Mann hatte im amerikanischen Exil zahlreiche Kontakte zu Musikern und Dirigenten, doch das Gelingen der Beethovenkapitel verdankt er in erster Linie dem intensiven Gedankenaustausch mit Theodor W. Adorno, der auf diese Weise quasi zum Mitautor avancierte.
Aufführungs-Leserechte beim S. Fischer Verlag, Frankfurt/M.

Nur noch bis zum 19. Februar 2017 !! – Das Abenteuer unserer Sammlung I
Wiedereröffnung Kaiser Wilhelm Museum 2. Juli 2016 – 19. Februar 2017
In den Ausstellungsräumen ist unter dem Titel Das Abenteuer unserer Sammlung I aus dem immensen Fundus der Kunstmuseen Krefeld eine ungewöhnliche Inszenierung der eigenen Sammlung zu sehen: Dialoge zwischen aktueller, moderner und älterer Kunst machen – zum Teil über Jahrhunderte hinweg – thematische und stilistische Verwandtschaften sichtbar; zeitgenössische Fotografien aus Düsseldorf lassen die Bedeutung dieser renommierten Schule aufscheinen und zeigen die Entwicklung der unterschiedlichen Generationen auf; angewandte Kunst steht Werken der bildenden Kunst gegenüber; scheinbar unvereinbare malerische Positionen fordern die Wahrnehmung heraus. Viele alte Bekannte wie Claude Monet und Yves Klein, Wiederentdeckungen wie eine Arbeit von Daniel Spoerri und zahlreiche Werke von Fabian Marcaccio, Alan Uglow, Thomas Schütte, Iñigo Manglano-Ovalle und vielen anderen, die neu in der Sammlung sind, ziehen in die Räume ein.

Montag 20.2.2017   20.00 Uhr   »Ramón Valle Trio«   Jüdische Gemeinde   | VVK 15,- € | AK 18.- € | erm. 10,- €/12,- € |
Take Off – so heißt die aktuelle CD des Trios um den kubanischen Pianisten Ramón Valle, und das ist nicht nur ein Weckruf für alle, die bereit sind sich von Valles Musik mitreißen zu lassen, sondern auch Symbol für seine Poleposition im Jazz. Ramón Valle kommt nun mit seinem Trio nach Krefeld, mit Musik jenseits des Klischees von Salsa und Buena Vista Social Club. Der 1964 in Kuba geborene Ramón Valle studierte in Havanna an der Escuela Nacional de Arte, machte sich in Lateinamerika und Havanna schnell einen Namen und siedelte dann nach Europa über, wo er seit 1998 in Amsterdam seinen ganz eigenen Stil entwickelt hat. Gemeinsam mit seinen schillernden Mitstreitern Omar Rodriguez Calvo am Bass, den er bereits seit Studienzeiten kennt, und Liber Torriente am Schlagzeug spielt Valle eigene Kompositionen ebenso wie eindrucksvolle Interpretationen seiner Helden von Leonard Cohen über Stevie Wonder bis hin zu John Coltrane. Natürlich hört man der Musik dieses Trios seine Herkunft an – kubanisches Feuer lässt sich eben nicht verleugnen, aber gerade seine Wurzeln machen die musikalische Magie des Ramón Valle Trios aus. Auf Festivals von Montreux bis Rotterdam jedenfalls lagen Jazzfans wie Kritiker dem charismatischen Pianisten mit dem sympathischen smile zu Füßen.
– Eine Kooperation des Jazzklub Krefeld mit der Jüdischen Gemeinde Krefeld –